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Ratgeber rund um Pflanzen und Garten

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Blüte der Schmetterlingsorchidee

Schale mit Tomatenfrüchten unterschiedlicher Sorten

Michael Ernst beim Vortrag

Im Bereich "Pflanze" finden Sie Informationen zum Wachstum und zur Entwicklung von Pflanzen. Dies reicht von der Sortenwahl über Licht, Temperatur, Wasser usw. bis zur Düngung, dem Pflanzenschutz sowie der Wahl von Pflanzsubstraten und Pflanzgefäßen.

Dieser Bereich ist noch im Aufbau.

Im Bereich "Garten" gehen wir u.a. ein auf Themen wie "Standortfaktoren kennen und optimieren", "Humus- und Kompost im Garten", "Mein Garten als Biotop", "Mein Garten im Klimawandel" usw.

 

Dieser Bereich ist noch im Aufbau.

Im Service-Bereich finden Sie einen Überblick der Fach-/Vortragsthemen mit entsprechenden Zusammenfassungen zum Download als pdf-Datei.

 

Der Service-Bereich wird laufend mit neuen Vorträgen und Downloads ergänzt.

 

Pflanzen & Garten im März

Der Februar 2026 war wieder teilweise recht frostig und winterlich, die Niederschläge mancherorts ausgewogen oder gar  reichlich und so haben sich die Bodenvorräte weiter aufgefüllt. Alles in allem eine gute Voraussetzung für das Gartenjahr 2026.

Der Winter geht zu Ende. Am 20. März ist Tag-Nacht-Gleiche und damit Frühlingsanfang.

Sicher, es kann noch frostig kalt werden , aber trotzdem, der Winter neigt sich dem Ende zu, die Tage werden länger.

Planungen und Vorbereitungen sollte nun abgeschlossen sein! Jetzt geht es um's Tun (neudeutsch: doing). Und nicht nur der Bauer sein Rösslein einspannt, sondern auch wir ... . 

Im Freiland kann nun bereits der geschützte Anbau unter Vlies und/oder Folie beginnen. Und wer ein Gewächshaus hat, für den gibt es ohnehin nur eine sehr kurze Winterpause.

Blühender Märzenbecher

Der Märzenbecher (Leucojum vernum) ist ein winterhartes Amaryllisgewächs, der nicht nur vom Namen her untrennbar mit diesem Monat verbunden ist, sondern als weiterer Frühlingsbote gilt.

"Im Märzen der Bauer die Rösslein anspannt.

 Er setzt seine Felder und Wiesen instand.

 Er pflüget den Boden, er egget und sät

 und rührt seine Hände ..."

Dieses alte Volkslied kommt einem unwillkürlich in den Sinn, wenn man im März an die Gartenarbeit denkt.

Der Garten ist aus dem Winterschlaf erwacht und muss - wie im Volkslied - "instand" gesetzt werden und zwar mit rührigen Händen.

 

Kräuter

Einzelbilder von links nach recht: Basilikum,Borretsch, Petersilie, Schnittlauch

Bei den bedingt winterharten Kräutern wie Rosmarin und Salbei sollte der Winterschutz entfernt werden. Fauliges Pflanzenmaterial muss entfernt werden, damit es nicht zum Krankheitsherd wird. Mit dem endgültigen Rückschnitt bzw. Auslichtungsschnitt sollte noch bis April gewartet werden.

Erste Ansaaten mit Petersilie und Schnittlauch sind bereits möglich. Mit wärmeliebenden Kräutern wie Basilikum muss noch gewartet werden.

Der Winter ist noch nicht vorbei. Vor allem wärmeliebende, immergrüne Kräuter sind nach wie vor gefährdet, insbesondere, wenn schon eine leichte Wärmephase erreicht wurde.

Auf der Fensterbank oder im Wintergarten haben die Kräuter nun auch deutlich mehr Licht und gedeihen viel besser als in den Wintermonaten. Die warme Frühlingssonne sollte aber niemanden dazu verleiten, wärmeliebende Topfkräuter zu früh ins Freie zu bringen.

 

Gemüse

Einzelbilder von links nach recht: Feldsalat, Kohlrabi-Jungpflanze, Mangold, Paprika, Rote Bete, Roma-Tomate

Im Gemüsegarten kann nun mit der Beetvorbereitung und den ersten Aussaaten und Pflanzungen begonnen werden. Evtl. kommt auf einer ausgewählten Parzelle auch eine Grüneinsaat in Betracht.

Aussaaten nutzen die Winterfeuchte, auch wenn sie spärlich ist. Feldsalat und Spinat, aber auch Möhre sind ohne weiteres möglich. Eine Abdeckung mit lichtdurchlässigem Vlies ist bei tiefen Temperaturen besonders empfehlenswert.

Auch Radies und Rettich können gesät werden, brauchen aber unbedingt eine Vliesabdeckung und auch für gepflanzten Kopfsalat ist dies dringend anzuraten.

Wer im Frühbeet kultiviert, darf das Lüften nicht vergessen. Bei hohem Sonnenstand kann es sehr schnell viel zu heiß unter den Scheiben werden und die Folge kann in wenigen Stunden ein Totalschaden sein.

 

Obst

Einzelbilder von links nach recht: Apfelblüte, Kirschfrüchte, blühende Erdbeerpflanze, Birnenfrucht

Die Vorräte im Obstlager gehen so langsam zu Ende oder werden zumindest deutlich überschaubarer. Trotzdem oder gerade deshalb ist eine sorgfältige Kontrolle und Auslese besonders wichtig.

Der Winterschutz am Stamm sollte noch erhalten bleiben, Beerenobst braucht in der Regel keine Abdeckung mehr.

Aufgefrorene Erdbeerpflanzen werden wieder niedergedrückt. Das kann auch mit dem Fuß erfolgen. So haben sie wieder Bodenschluss und vertrocknen nicht.

Wer einen vorbeugenden Pflanzenschutz betreiben möchte, sollte dies mit entsprechenden Mitteln auf Schwefel- und/ oder Kupferbasis tun.

In jedem Fall sollten Leimringe kontrolliert werden.

Für viele Obstarten ist jetzt eine gute Zeit zum Pflanzen. Lassen Sie sich fachkundig beim Kauf beraten und auch gleich wertvolle Tipps für's Pflanzen geben. Und sollte die Winterfeuchtigkeit nicht ausreichend sein, dann denken Sie bitte ans Gießen und zwar reichlich.

 

Ziergehölze

Einzelbilder von links nach recht: Hamamelis, Feuerdorn, Flieder, Judasbaum, Blauglockenbaum

Der Winterschutz sollte entfernt und faulige Stellen beseitigt werden. Mit einem Schnitt kann man sich bis zur Blüte Zeit lassen. Wer eine große Vase hat, kann mit dem Schnitt die blühenden Zweige gleich in die Wohnung stellen.

Schneiden sollte man nicht nur am Ende der Triebe, sondern zur Auslichtung ganze Zweige herausnehmen.

Mit dem beginnenden Austrieb kann auch eine leichte Düngung vorgenommen werden.

Wer neue Ziergehölze pflanzen möchte, kann dies gegen Ende des Monats tun. Das Pflanzloch sollte dabei großzügig bemessen sein und reichlich mit guter Pflanzerde befüllt werden. Nach dem Pflanzen sollte die Erde gut rückverfestigt werden, damit die Wurzeln auch einen guten Bodenschluss haben und bei Trockenheit darf das Gießen nicht vergessen werden.

 

Stauden

Einzelbilder von links nach recht: Blaukissen, Fingerhut, Pfingstrose, Lupine, Storchschnabel

Die Winterabdeckung sollte nun entfernt werden, andernfalls droht mit steigenden Temperaturen eine erhöhte Gefahr von Fäulnis.

Ausgewinterte Stauden sollten entfernt werden. Entsteht dadurch eine Lücke, so kann diese durch Nachpflanzung geschlossen werden. Werden Pflanzen der gleichen Pflanzenfamilie verwendet, so sollte der Boden großzügig ausgetauscht und der Staude mit guter Pflanzerde ein optimaler Start gegeben werden.

Mit dem beginnenden Austrieb sollte auch maßvoll gedüngt werden, damit der Start in die neue Vegetationszeit gut gelingt.

Das Laub von verblühten Winter- und Frühjahrsblühern sollte nicht entfernt werden. Am besten wartet man, bis es von selbst einzieht. Denn die Pflanzen legen nach der Blüte mit ihren grünen Blättern einen Vorrat für den Austrieb im nächsten Jahr an.

 

Wechselflor

Einzelbilder von links nach recht: Begonie, Goldzweizahn, Calibrachoa, Lantane

Von Rabatten, Gräbern oder den Pflanzgefäßen kann nun die Winterabdeckung entfernt und der Frühjahrsflor mit Stiefmütterchen (Viola), Primeln usw. gepflanzt werden. Evtl. müssen die Pflanzen vorab "abgehärtet" werden, d.h. langsam an die kalte Temperatur und Wind gewöhnt werden. Dazu werden die Pflanzen evtl. am Tag nur stundenweise ins Freie gebracht bzw. (nachts) mit einem Kälteschutzvlies abgedeckt. Die Wasserversorgung muss ausreichend, darf aber nicht übermäßig sein.

Die modernen Sorten haben beeindruckende Farben und stimmen so richtig auf den Frühling ein.

 

Rasen

Einzelbilder von links nach recht: Rasensaatgut, junge Nachsaat, Gänseblümchen im Rasen, Rasen im Winter

Der Rasen sollte nun sorgfältig kontrolliert werden. Durch Schneeschimmel oder andere Pilzkrankheiten geschädigte Stellen müssen ggf. gesäubert und nachgesät werden. Gleiches gilt auch für andere "Kahlstellen". Dafür wird die geeignete Rasensaatmischung gewählt.

Verfilztes wird aus dem Rasen entfernt.

Eine Startdüngung bringt den Rasen wieder in Schwung.

Zu sehr strapazieren sollte man den Rasen im März allerdings noch nicht.

 

Zimmerpflanzen

Einzelbilder von links nach recht: Schmetterlingsorchidee, Weihnachtsstern, Usambaraveilchen, Calla

Unsere Zimmerpflanzen freuen sich über mehr Licht und treiben verstärkt aus. Dies sollte mit einer leichten Düngergabe unterstützt werden. Und falls der Topf zu klein geworden ist, dann ist jetzt die richtige Zeit zum Umtopfen.

Vielfach werden auch bepflanzte Schalen mit Frühjahrsblühern angeboten. Diese stammen für gewöhnlich aus dem Gewächshaus und sind nur wenig abgehärtet und damit nicht unbedingt frosthart. D.h. sie sollten auch in der Wohnung oder im Treppenhaus aufgestellt werden. Im Freien, z.B. vor der Haustüre, kann es problematisch werden.

Viele Schalen haben kein Wasserabzugsloch, daher Vorsicht: Nicht zu viel gießen.

 

Pflanzenschutz

Einzelbilder von links nach recht: Mehltau an Verbena, Eisen-Mangel an Calibrachoa, Xanthomonas an Kohl, Nacktschnecken bei der Paarung im Salatbeet

Noch ist weitgehend Ruhe im Garten. Die Schädlingspopulationen sind noch gering. Aber es muss bereits zu dieser Jahreszeit kontrolliert werden und ggf. müssen Befallsstellen (z.B. mit Grauschimmel/ Botrytis) entfernt werden.

Den Überwinterungspflanzen gilt unsere besondere Aufmerksamkeit. Sie sind durch die langen und lichtarmen Wintermonate geschwächt und die verhältnismäßig trockene Raumluft kommt noch hinzu. Ein Befeuchten mit dem Zerstäuber kann hier hilfreich sein.

Treiben die ersten Blätter wieder aus, so muss vorsichtig mehr Wasser gegeben werden und auch eine zurückhaltende Düngung kann den Austrieb fördern.

 

 


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    zuletzt aktualisiert: 01.03.2026